AKTUELLES
12.05.2021

NFDI Konsortium FAIRmat zur Förderung empfohlen

Ein Team um Claudia Draxl, Mitglied von IRIS Adlershof, hat einen zentralen Meilenstein erreicht: Das von Draxl konstituierte Konsortium FAIRmat wurde am 10. Mai von dem NFDI-Expertengremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Förderung empfohlen.
Dies ist ein wichtiger Erfolg im dreistufigen Antragsprozess zum Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). FAIRmat bewarb sich gemeinsam mit 16 weiteren Konsortien im Oktober 2020 und erhielt bereits Anfang des Jahres eine positive Rückmeldung zu der im Dezember 2020 stattgefundenen virtuellen Begutachtung. Die abschließende Förderentscheidung trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) Anfang Juli.
Ziel der NFDI ist es, die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch zu erschließen, nachhaltig zu sichern und zugänglich zu machen sowie (inter-)national zu vernetzen. FAIRmat vertritt die Interessen der experimentellen, theoretischen und rechnerischen Physik der kondensierten Materie und der Materialwissenschaft.

IRIS Adlershof gratuliert herzlich und drückt weiterhin die Daumen!

06.05.2021

Start der ersten Einstein Research Unit der Berlin University Alliance zum Thema Quantencomputing

Quantencomputer gelten als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Wie können sie die rechnerische Leistung von Computern revolutionieren? Welche neuen Einsichten bieten sie für die Hochenergiephysik oder die Quantenchemie? Mit diesen Fragen wird sich die erste Einstein Research Unit (ERU) der Berlin University Alliance (BUA) beschäftigen. Das interdisziplinäre Forschungsteam der Verbundpartnerinnen Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin und Charité – Universitätsmedizin, welches auch die IRIS Adlershof Mitglieder Prof. Dr. Oliver Benson und Dr. Tim Schröder umfasst, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Potenzial der quanten-digitalen Transformation zu klären. Dabei werden auf einzigartige Weise Expertise in theoretischer und experimenteller Physik, angewandter Mathematik, Informatik und Maschinenlernen zusammengebracht. Die Einstein Research Unit „Perspectives of a quantum digital transformation: Near-term quantum computational devices and quantum processors“ wird mit jährlich zwei Millionen Euro für zunächst drei Jahre gefördert. 

Weitere Informationen zum Programm sowie der Bewerbung finden Sie hier.

03.03.2021

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Industrie bei gemeinsamer Veröffentlichung zu per Tintenstrahl gedruckter Elektroden in OLEDs

Forscher des HySPRINT-Verbundlabors GenFab (Generative Manufacturing Processes for Hybrid Components) der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) haben eine vom Berliner Unternehmen OrelTech hergestellte leitfähige Tinte erfolgreich in lösungsprozessierten organischen LEDs integriert.

OLED
Die OLEDs basierend auf der OrelTech Tinte leuchten auch bei Verbiegen.

Nach dem Drucken der partikelfreien Silbertinte wird ein Argonplasma verwendet, um die Silberionen in der Tinte zu metallischem Silber zu reduzieren. „Da dieser Prozess bei niedriger Temperatur stattfindet, eignet er sich für temperaturempfindliche Substrate wie flexible Kunststofffolien“, erklärt Dr. Konstantin Livanov, Mitbegründer und Technischer Leiter von OrelTech.
Die Forscher stellten organische Leuchtdioden unter Verwendung der Silbertinte als transparente leitende Elektrode auf dem flexiblen Substrat PET her. Die resultierenden Bauteile zeigen vergleichbare Lichtleistungseigenschaften wie diejenigen, die auf dem ansonsten weit verbreiteten Indiumzinnoxid (ITO) basieren. Entscheidend ist jedoch, dass die Silberelektroden beim mechanischen Biegen eine überlegene Stabilität gegenüber ITO zeigten.
Dr. Felix Hermerschmidt, leitender Forscher im gemeinsamen Labor von HU und HZB, bestätigt: "Die auf der OrelTech-Tinte basierenden OLEDs bleiben noch bei solch einem Biegeradius intakt, bei dem die auf ITO basierenden OLEDs brüchig werden und versagen." Dies eröffnet verschiedene Anwendungsmöglichkeiten für die gedruckten Bauelemente.
Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift "Flexible and Printed Electronics" veröffentlicht und ist Open Access verfügbar. GenFab, unter der Leitung des
IRIS Adlershof Mitglieds Prof. List-Kratochvil, zieht für weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Labore und Büros im neuen IRIS-Forschungsgebäude ein.

Publikation:
ITO-free OLEDs utilizing inkjet-printed and low temperature plasma-sintered Ag electrodes
M. Hengge, K. Livanov, N. Zamoshchik, F. Hermerschmidt, and E..J. W. List-Kratochvil
Flex. Print. Electron. 6 (2021) 015009.
DOI: 10.1088/2058-8585/abe604