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IRIS Adlershof
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Prof. Dr. Jürgen P. Rabe
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AKTUELLES

22.05.2024Joachim Sauer erhält Blaise-Pascal-Medaille 2024 in Chemie

Für seine wegweisenden Forschungsleistungen im Bereich katalytischer Reaktionen auf der Grundlage der Quantenchemie wurde dem renommierten Chemiker und IRIS Adlershof-Gründungsmitglied Prof. Joachim Sauer von der European Academy of Sciences (EURASC) die Blaise-Pascal-Medaille 2024 in Chemie verliehen. Die EURASC würdigt damit seine innovativen Forschungsmethoden wie hybride Quantenmechanik-Berechnungen und Grand-Canonical-Monte-Carlo-Simulationen, die das Verständnis der heterogenen Katalyse auf ein neues Niveau gehoben haben. Mit der Verleihung der Medaille, die nach dem französischen Mathematiker, Physiker und Philosophen Blaise Pascal benannt ist, wird Prof. Sauer in eine Liste von Personen aufgenommen, die sich durch herausragende Beiträge zu Wissenschaft, Technologie und Forschungsausbildung auszeichnen. Die Preisverleihung findet am 29. und 30. Oktober 2024 in der Academia das Ciências de Lisboa in Lissabon statt.

Wir gratulieren unserem Gründungsmitglied herzlich zu dieser Auszeichnung.

13.05.2024DFG verlängert das Graduiertenkolleg 2575 „Rethinking Quantum Field Theory“

Die Quantenfeldtheorie (QFT) als Vereinigung von Quantenmechanik und spezieller Relativitätstheorie stellt eine der wesentlichen intellektuellen Leistungen des letzten Jahrhunderts dar, in der ein Großteil der modernen theoretischen Physik gipfelt. In den letzten Jahren gaben Neuerungen Anlass Kernkonzepte der QFT ernsthaft zu überdenken. Dazu gehören die Methodik der Störungstheorie, die Theorie der Feynman-Integrale, Dualitäten und verborgene Symmetrien, die herausragende Rolle der effektiven Feldtheorien, und die Gradientenfluss-Methodik in der Gitterfeldtheorie.

Das GRK 2575 (Sprecher: IRIS-Mitglied Jan Plefka) hat in der ersten Förderperiode wichtige Beiträge zu diesem innovativen Forschungsbereich geleistet. Es zielt auf eine Umgestaltung der theoretischen Grundlagen des Feldes ab, gekoppelt an die Entwicklung neuer Technologien für die Phänomenologie der Teilchenphysik und der Gravitationswellenforschung. Das bewährte Qualifizierungsprogramm soll in der 2. Förderperiode fortgesetzt werden.

18.04.2024Erstaunlicher Durchbruch in der Batterietechnologie durch innovative Kathoden auf Schwefelbasis

Ein Forschungsteam der Humboldt-Universität zu Berlin hat einen entscheidenden Durchbruch in der Batterietechnologie erzielt. Unter der Leitung des IRIS Adlershof Mitglieds Prof. Dr. Michael J. Bojdys wurde eine innovative schwefelbasierte Kathode entwickelt, die die Nutzung von umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Materialien in Lithium-Ionen-Batterien ermöglicht. Die Ergebnisse dieser bahnbrechenden Studie wurden am 15. April 2024 in der renommierten Fachzeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht.
 
Batterieteststrecke am bojdysLAB Batterie-Zellenfertigung am bojdysLAB
 
Die neue Technologie, die Schwefel in einem speziellen mikroporösen Imin-Polymernetzwerk verkapselt, zeigt nicht nur eine erhöhte Leistungsfähigkeit und Lebensdauer von Batterien, sondern adressiert auch das kritische Problem der Ressourcenknappheit bei herkömmlichen Batteriematerialien wie Kobalt. „Diese Entwicklung könnte die Art und Weise, wie wir Energie speichern und nutzen, grundlegend verändern und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft dar“, erklärte Prof. Bojdys.

Prof. Dr. Michael J. Bojdys ist ein Experte auf dem Gebiet der nachhaltigen Energiematerialien und trägt im Rahmen der BMBF-Initiative “GreenCHEM” dazu bei, die chemische Industrie in der Berliner Hauptstadtregion durch die Verbindung von Wissenschaft und Industrie zu einer auf nachhaltigen Rohstoffen basierenden Kreislaufwirtschaft zu transformieren.

Für weitere Informationen und Details zur Studie stehen Ihnen Prof. Dr. Michael J. Bojdys und sein Team, Barbora Balcarova und Guiping Li, als wissenschaftliche Ansprechpartner zur Verfügung. Sie können unter der E-Mail-Adresse michael.janus.bojdyshu-berlin.de oder via bojdyslab.org kontaktiert werden.