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IRIS Adlershof
Humboldt-Universität zu Berlin
Zum Großen Windkanal 2
12489 Berlin
Germany

Direktor
Prof. Dr. Jürgen P. Rabe
rabeiris-adlershof.de


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Tel.: +49 30 2093-66350
Fax: +49 30 2093-2021-66350

 

AKTUELLES

19.10.2021Stefan Hecht zum Mitglied der European Academy of Sciences gewählt

Die European Academy of Sciences (EURASC) hat Prof. Stefan Hecht, Ph.D., Direktor des DWI - Leibniz-Institut für Interaktive Materialien, Gastprofessor am Institut für Chemie der HU Berlin sowie Gründungsmitglied von IRIS Adlershof, zum Fellow ernannt.
 
Die EURASC widmet sich wissenschaftlicher Exzellenz sowie hochmoderner Grundlagenforschung und der interdisziplinären Zusammenarbeit, die die Basis für jede wissenschaftliche und technologische Innovation darstellt. Sie ist ein gemeinnütziger und unabhängiger Zusammenschluss der angesehensten europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Spitzenforschung und die Entwicklung fortschrittlicher Technologien betreiben, mit über 770 Mitgliedern in verschiedenen Fachbereichen, unter ihnen auch Nobelpreisträger.

„Es ist eine besondere Ehre, diesem illustren Kreis angehören zu dürfen. Die Ernennung bekräftigt sowohl die Anerkennung unserer Forschungsarbeiten als auch deren gesellschaftlichen Nutzen“, erläutert Stefan Hecht. Vor allem seine jüngsten Ergebnisse und Erfolge im Bereich des 3D-Drucks, genauer der Entwicklung der Xolografie, reflektieren diese Leistung. Das Verfahren basiert auf der lichtinduzierten Härtung einer transparenten hochviskosen Harzmischung und zwar nur an Stellen, in denen sich zwei unterschiedliche Farben bzw. Wellenlängen des Lichtes kreuzen. Die sich kreuzenden (X) Lichtstrahlen erzeugen dabei das gesamte (holos) Objekt in einem Druck (grafie), daher der Name „Xolografie“.

IRIS Adlershof freut sich über diese besondere Auszeichnung und gratuliert seinem Mitglied herzlich.

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15.10.2021Zündende Elektrolumineszenz in Poly(triazinimid)-Filmen

Ein Team von Forschenden des King's College London, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB), unter Leitung von Prof. Michael J. Bojdys, Mitglied von IRIS Adlershof, hat die Synthese, Struktur und optischen Eigenschaften von Poly(triazinimid), einem Mitglied der Familie der graphitischen Kohlenstoffnitride, untersucht. Ihre Fortschritte bei der Materialqualität und Verarbeitung ermöglichten den Bau der ersten einschichtigen, organischen Leuchtdiode (OLED) mit einem in Lösung verarbeiteten graphitischen organischen Material als metallfreie Emissionsschicht.
Organische Halbleiter haben in den letzten Jahrzehnten in akademischen und industriellen Kreisen großes Interesse geweckt. Grund dafür sind ihre vorteilhaften Eigenschaften wie (i) ein hoher Absorptionskoeffizient im Vergleich zu herkömmlich verwendetem Silizium sowie (ii) eine weniger energieintensive Herstellung und (iii) die Zusammensetzung aus Elementen, die auf der Erde reichlich vorhanden sind. Die Fortschritte auf diesem Forschungsgebiet versprechen neue, kosten- und energieeffiziente Technologien für die Unterhaltungselektronik, intelligente Verpackungen und flexible Lichtquellen.
Bisher erforschte organische Halbleiter leiden häufig unter Degradationsprozessen und Defekten, insbesondere wenn sie elektrochemisch verändert ("dotiert") werden, aufgrund von Dotierstoffdrift und -migration oder aufgrund von Oxidation, wenn sie atmosphärischen Bedingungen ausgesetzt sind. Die einzigartigen Eigenschaften von Poly(triazinimid) ermöglichen es der Forschung, die Probleme anzugehen, die herkömmliche organische Halbleiter plagen. Poly(triazinimid) ist sehr stabil gegenüber Hitze und Luft. Darüber hinaus ermöglicht die graphitische Morphologie von Poly(triazinimid) die Exfoliierung des Materials in dünne, in Lösung verarbeitbare Schichten und verringert gleichzeitig die Migration und Drift von chemisch gebundenen Dotierstoffen.
"Mit der verbesserten Materialqualität sind wir nun in der Lage, tiefer in die empfindlicheren Merkmale dieses Materials einzutauchen, wie etwa dessen elektronische Struktur und Schwingungsmodi. Dies wird unser Verständnis dieses Materials sowie verwandter Materialien erheblich verbessern und uns dabei helfen, die OLED-Leistung zu verbessern und über zukünftige, hochwertige Anwendungen von Poly(triazinimid) nachzudenken", sagt David Burmeister, Doktorand am bojdysLAB.
 
Diese Arbeit wurde veröffentlicht in:
“Optimized synthesis of solution-processable crystalline poly(triazine imide) with minimized defects for OLED application” Burmeister, D.; Tran, H. A.; Müller, J.; Guerrini, M.; Cocchi, C.; Plaickner J.; Kochovski, Z.: List-Kratochvil, E.; Bojdys,* M. J. Angew. Chem. Int. Ed. 2021.
DOI: 10.1002/anie.202111749

10.10.2021Erfolgreicher Projektstart des NFDI-Konsortiums FAIRmat

Eine Woche ist es nun alt, das NFDI-Konsortium FAIRmat, unter der Leitung von HU-Professorin, dem Mitglied von IRIS Adlershof, Claudia Draxl. Die Sprecherin blickt zufrieden auf den Projektstart:

Wir konnten 30 engagierte neue Mitarbeiter*innen begrüßen und der Einzug in unser neues Headquarter im IRIS Haus steht kurz bevor. Bereits ein erstes großes Kolloquium mit dem renommierten FAIR-Data-Experten Barend Mons und insgesamt 130 online und offline Teilnehmenden konnten wir realisieren. Sowohl die Antragstellung als auch der gelungene Projektstart wäre ohne die Unterstützung von IRIS Adlershof nicht möglich gewesen.

FAIRmat („FAIR Data Infrastructure for Condensed-Matter Physics and the Chemical Physics of Solids“) ist Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Die NFDI ist ein bundesweites Netzwerk, das derzeit aufgebaut und von 2019 bis 2028 mit bis zu 90 Millionen Euro pro Jahr von Bund und Ländern gefördert wird, um Forschungsdaten systematisch zu verwalten.

FAIRmat repräsentiert das vielfältige Forschungsgebiet der Sektion Kondensierte Materie (SKM) der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) sowie die chemische Physik von Festkörpern. Das Projekt erhält Fördermittel für den Aufbau einer Infrastruktur, die es ermöglicht, materialwissenschaftliche Daten FAIR zu machen: auffindbar (Findable), zugänglich (Accessible), interoperabel (Interoperable) und wiederverwendbar (Re-purposable). Damit wird es Forschenden in Deutschland und darüber hinaus ermöglichen, Daten langfristig zu speichern, zu teilen, zu finden und zu analysieren.

FAIRmat hat in der ersten Phase eine Laufzeit von fünf Jahren. Insgesamt 60 Projektleiter*innen aus 34 deutschen Institutionen werden dabei zusammenarbeiten. Neben der HU Berlin sind auch das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ), das Max Planck Institute for Chemical Energy Conversion (MPI CEC), das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (FHI), die Technische Universität München (TUM), das Karlsruher Institut für Technology (KIT) und der gemeinnützigen Verein FAIR-DI e.V. als Mitantragsteller an dem Projekt beteiligt.

 

08.07.2021 Prof. Jan Plefka in den Senat der DFG gewählt

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 07.07.21 auf ihrer Sitzung im Rahmen der virtuellen DFG-Jahresversammlung vier neue Mitglieder in den Senat der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft in Deutschland gewählt. Fünf Senatsmitglieder wurden für eine weitere Amtszeit gewählt. Der Senat ist das zentrale wissenschaftliche Gremium, in dem über alle Angelegenheiten der DFG von wesentlicher Bedeutung beraten und beschlossen wird, soweit sie nicht dem Hauptausschuss vorbehalten sind.
Insgesamt gehören dem Senat 39 Mitglieder an. Von ihnen werden 36 von der Mitgliederversammlung gewählt; sie sind zugleich auch die wissenschaftlichen Mitglieder des Hauptausschusses.

Für den Bereich Theoretische Physik wurde Jan Plefka, Professor am Institut für Physik der Humboldt-Universität zu Berlin und IRIS Mitglied, gewählt. Bereits seit 2016 ist er Mitglied im Senatsausschuss für die Sonderforschungsbereiche der DFG

Wir gratulieren Herrn Plefka herzlich und wünschen viel Freude und Erfolge in diesem neuen Aufgabengebiet!