AKTUELLES
11.11.2019

DFG fördert neues Graduiertenkolleg „Rethinking Quantum Field Theory“

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Graduiertenkolleg (GRK) „Überdenken der Quan­ten­feld­theo­rie - Rethinking Quantum Field Theory“ ist in Sprecherschaft am Institut für Physik und dem IRIS Adlers­hof der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) angesiedelt und wird ab April 2020 für zunächst viereinhalb Jahre mit knapp 4 Mio Euro gefördert. Das GRK wird sich mit drängenden theoretischen Fragen und wesentlichen Innovationen der Quantenfeldtheorie (QFT) beschäftigen, die über etablierte Methoden hinausgehen.

Die Quantenfeldtheorie (QFT) als Vereinigung von Quantenmechanik und spezieller Relativitätstheorie stellt eine der wesentlichen intellektuellen Leistungen des letzten Jahrhunderts dar. Diese theoretischen Innovationen führten zum Standardmodells der Teilchenphysik (SM) eng verbunden mit experimentellen Beobachtungen. Mit der Entdeckung des Higgsbosons verfügen wir mit dem SM über eine empirisch validierte und mathematisch konsistente Theorie bis zu höchsten Energieskalen. Dennoch weisen eine Reihe von terrestrischer Experimenten, sowie die astrophysikalisch gesicherte Existenz von dunkler Materie und Energie darauf hin, dass das SM nicht die finale Theorie der Teilchenphysik sein kann. Parallel hierzu zwingen drängende theoretische Fragen, wie die Natur der Quantengravitation, das Hierarchieproblem oder die Entdeckung von Dualitäten zwischen verschiedenen QFTs, die etablierte Formulierung der QFT und des SM zu überdenken. In jüngerer Zeit sind entscheidende Innovationen in der QFT erreicht worden, die zu einem ernsthaften Überdenken ihrer Grundprinzipien geführt haben. Diese beinhalten neue Methoden der Störungstheorie, Dualitäten und versteckte Symmetrien, die prominente Rolle von effektiven Feldtheorien in der fundamentalen Physik, moderne Massenschalenmethoden für Streuamplituden sowie die Methode des Gradientenflusses in der Gitterfeldtheorie. Die weitere Entwicklung dieser Methoden und Konzepte der modernen QFT in der Form eines Überdenkens der QFT stellen die gemeinsame Basis dieses Graduiertenkollegs (GRK) dar. Hieraus folgt ein anspruchsvolles Qualifizierungsprogramm, das sich am aktuellsten Forschungsstand orientiert. Das Graduiertenkolleg wird von 12 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen getragen und schließt sämtliche Arbeitsgruppen in der theoretischen Teilchenphysik am Institut für Physik ein.Kooperationspartner sind das Max-Planck-Insititut für Gravitationsphysik und das Helmholtz Zentrum DESY. Seitens IRIS Adlers­hof sind neben GRK-Sprecher Prof. Jan Plefka auch Dr. Valentina Forini, Prof. Dirk Kreimer und Prof. Matthias Staudacher am GRK beteiligt.

IRIS Adlers­hof gratuliert den erfolgreichen Antragstellern herzlich und wünscht viel Erfolg.

22.10.2019

Das Beste aus beiden Welten: HU-Artikel zum SFB 951 veröffentlicht

„Den Materialien der Zukunft auf die Spur kommen“ –  in einem neu erschienenen Artikel widmet sich die Humboldt-Universität zu Berlin der Forschung des SFB 951 – Hybrid Inorganic/Organic Systems for Opto-Electronics (HIOS), an welcher auch Mitglieder von IRIS Adlershof beteiligt sind.  Thematisiert wird die Bedeutsamkeit der in HIOS stattfindenden Grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung an Materialien, gerade auch hinsichtlich des unentbehrlichen Einsatzes der Optoelektronik im modernen Alltag und des immer größer werdenden Bedarfs an nachhaltigen und umweltschonenden Stoffen. Im Detail erörtert wird die Forschung der Arbeitsgruppen von Claudia Draxl und Emil List-Kratochvil, beide ebenso wie der Sprecher von HIOS, Norbert Koch, Mitglieder von IRIS Adlershof und Professoren an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der HU.
Nachzulesen ist der Artikel im Presseportal der HU. Hier geht es zur Webseite des SFBs, welcher im Juli diesen Jahres in die dritte Förderperiode gegangen ist. Zur SOLgroup von Claudia Draxl geht es hier, zur Hybrid Devices Group von Emil List-Kratochvil hier.

19.10.2019

Workshop des Institute of Physics (IOP) der Chinese Academy of Sciences und IRIS Adlershof in Dongguan, Guandong

Das Institute of Physics (IOP) der Chinese Academy of Sciences (CAS) und IRIS Adlershof streben eine Intensivierung ihrer wissenschaftlichen Zusammenarbeit an. Nach einem ersten gemeinsamen Workshop am IRIS Adlershof am 25./26. Juni fand nun vom 8. bis 12. Oktober der zweite Workshop am IOP (SLAB) in Dongguan, Guandong statt, gefolgt von Besuchen am IOP in Beijing und an der University of CAS (UCAS, North Campus). Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses standen dabei Themen aus an beiden Instituten prioritär verfolgten Forschungsfeldern wie 2D- und Nano-Materialien, Soft Matter, hybride elektronische Bauelemente, Photoemission, Synchrotronforschung und Quanten Information.

Am Rande des Workshops trafen sich Mitglieder der unter Leitung von IRIS-Direktor Prof. Jürgen P. Rabe stehendem Berliner Delegation auch mit Akademiemitglied Prof. Hongjun Gao, der mit einer offiziellen IOP/CAS-Delegation am 21. Oktober in der Humboldt-Universität erwartet wird.

Ab November wird Prof. Carlos-Andres Palma vom IOP, im Rahmen seines von der Alexander von Humboldt-Stiftung gewährten Forschungsstipendiums regelmäßig auch am IRIS Adlershof forschen. Darüber hinaus beabsichtigen die beteiligten Institute den regelmäßigen Austausch von Studierenden, Forschern und Forscherinnen, ein gemeinsames Postdoktoranden-Programm, sowie gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen.


 

04.10.2019

Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung für Dr. Nichol Furey

Die Mathematische Physikerin Nichol Furey (University of Cambridge) hat ein Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung verliehen bekommen.

Dieses Förderinstrument richtet sich an ungewöhnliche und mutige Querdenker aus allen Fachgebieten in den ersten vier Jahren nach ihrer Promotion. Der Begriff spiegelt die fachliche Offenheit des Programms wider, die ausgewählten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen über das Bekannte hinausdenken: Um Freigeist-Fellow werden zu können, müssen die jungen Forscherpersönlichkeiten nicht nur eine herausragende fachliche Expertise mitbringen, sondern auch über die Grenzen der eigenen Fachdisziplin hinausblicken und kritisches Analysevermögen mit neuen Perspektiven und Lösungsansätzen verbinden.

Frau Furey wird am IRIS Adlershof der Humboldt-Universität zu Berlin ein spezielles Zahlensystem, die Oktaven, untersuchen und möchte beweisen, dass sich das Verhalten von Elementarteilchen mithilfe dieses Systems vorhersagen lässt. In ihrem Projekt "In-depth Study into the Algebraic Structure of Elementary Particle Physics", geht sie damit der Frage nach, ob hinter den inneren Abläufen der Elementarteilchenphysik eine mathematische Logik steckt.

Wer Interesse hat, mehr über dieses spannende Thema zu erfahren, kann Frau Furey  als Sprecherin auf dem Symposium IRIS 2019 erleben.

IRIS Adlershof gratuliert der erfolgreichen Nachwuchswissenschaftlerin und freut sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.

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01.10.2019

Humboldt-Forschungsstipendium für Prof. Carlos-Andres Palma

Professor Carlos-Andres Palma ist mit einem Alexander von Humboldt-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler ausgezeichnet worden. Mit diesem Förderinstrument finanziert die Alexander von Humboldt-Stiftung  längere Forschungsaufenthalte renommierter internationaler Experten in Deutschland. Am IRIS Adlershof sowie am Institut für Physik der Humboldt-Universität zu Berlin wird Prof. Palma seine Expertise auf dem Gebiet Tieftemperatur Ultrahochvakuum-Rasterkraftmikroskopie (UHV-AFM) und komplementäre Oberflächenanalytik einbringen. Gemeinsam mit der Gruppe von Prof. Jürgen P. Rabe und in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Norbert Koch wird er im Projekt "Niedrigdimensionale Kohlenstoff-sp3-Materialien an genau definierten Grenzflächen" nanografitische Materialien und ihre Phononeneigenschaften untersuchen. Dabei wird er auch mit Prof. Klaus Müllen (MPI Mainz) und Prof. Thomas Frauenheim (Universität Bremen) zusammenarbeiten. Die erste Arbeit hierzu wurde unter dem Titel "Edge Phonon Excitations in a Chiral Self-Assembled Supramolecular Nanoribbon" kürzlich im Journal of Physical Chemistry Letters veröffentlicht.

Carlos-Andres Palma (36) ist Associate Professor am Institut für Physik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) - einem führenden Forschungsinstitut für Festkörperphysik, das maßgebliche Beiträge zu Hochtemperatursupraleitern auf Kupfer- und Eisenbasis, zu Weyl-Halbmetallen, zum anonmalen Quanten Hall-Effekt sowie zur Physik topologischer Isolatoren geleistet hat. Vor seiner Tätigkeit am Institut für Physik der CAS war er an der TU München, am Max-Planck-Institut für Polymerforschung, der ETH Zürich, dem University College London und der Universität Straßburg tätig, wo er 2010 promovierte.

Derzeit wird Palma durch den Thousand Youth Talent Plan der Volksrepublik China, dem CAS Instrument Development Förderprogramm, dem CAS Frontier Research Grant sowie dem von der National Natural Science Foundation of China (NSFC) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gemeinsam aufgelegten Sino-German Research Grant gefördert. Seine Forschungsinteressen liegen vor allem auf dem Gebiet der Physik präziser molekularer Architekturen an Grenzflächen.

Wer Interesse hat, mehr über Prof. Palmas Forschungsrabeiten zu erfahren kann ihn als Sprecher auf dem Symposium IRIS 2019 erleben.

 

25.09.2019

Quantum Futur Award 2019 für Aron Vanselow

Aron Vanselow hat für seine Masterarbeit zum Thema „Mid-infrared frequency-domain optical coherence tomography with undetected photons“ den zweiten Preis des Quantum Futur Award 2019 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) verliehen bekommen. Herr Vanselow hat seine Arbei in der von Dr. Sven Ramelow, Mitglied von IRIS Adlershof, geleiteten Gruppe “Nichtlineare Quantenoptik” durchgeführt. Einige Resultate dieser Arbeit wurden kürzlich in der Zeitschrift Optics Letters veröffentlicht und haben auch schon zu einer Patenterteilung geführt.

IRIS Adlershof gratuliert dem jungen Preisträger herzlich.

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19.09.2019

Royal Society of Chemistry Poster Prize für Valentin Reiter-Scherer

Valentin Reiter-Scherer, Doktorand in der Gruppe von Jürgen P. Rabe, Direktor von IRIS Adlershof, hat auf der Tagung Polydays 2019 der Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Polymerforschung (BVP) für seinen Beitrag "Dynamic interactions of influenza A virus proteins hemagglutinin and neuraminidase with sialic acid revealed by Single Molecule Force Spectroscopy" den Posterpreis der Royal Society of Chemistry zuerkannt bekommen. Gut gemacht, Valentin!


05.09.2019

ERC Starting Grant für Dr. Tim Schröder

Dr. Tim Schröder, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Physik der Humboldt Universität zu Berlin (HU) und am Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH), hat einen ERC Starting Grant eingeworben und wird für fünf Jahre mit 1,5 Millionen Euro gefördert.

Mit seinem Projekt QUERP „Quantum Repeater Architectures Based on Quantum Memories and Photonic Encoding” forscht Herr Schröder an der nächsten Generation schneller, sicherer und zukunftskompatibler Kommunikation an der Schnittstelle von integrierter Quantenoptik, -kommunikation und neuen Materialsystemen. Bei seiner Arbeit an diesem Thema kann er auch auf Ressourcen von IRIS Adlershof zurückgreifen. Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf eine Fortsetzung der guten Zusammenarbeit.

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