AKTUELLES
08.10.2018

Neue BMBF Nachwuchsgruppe „Diamant-Nanophotonik für On-Chip Quantentechnologie“ im Rahmen der BMBF Quantum Futur Förderung

Dr. Tim Schröder etabliert ab Oktober am Institut für Physik der Humboldt-Universität zu Berlin eine Nachwuchsgruppe zum Thema „Spin-Defektzentren in Nanophotonischen Schaltkreisen für die Quanteninformationsverarbeitung.“ Die Gruppe wird durch das 5-jährige BMBF Projekt „Diamant-Nanophotonik für On-Chip Quantentechnologie“ im Rahmen des Programms Quantum Futur gefördert. Vor seiner Rückkehr, und nach seiner Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin in 2012, verbrachte Dr. Schröder vier Jahre als Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT, USA) und zwei Jahre als Assistenzprofessor am Niels Bohr Institute (NBI, Dänemark) wo er an hybriden integrierten photonischen Systemen zur Kontrolle von einzelnen Spin-basierten Quantenspeichern in Diamant und Galliumarsenid geforscht hat. Seine Forschung wurde mit dem Carl-Ramsauer-Preis ausgezeichnet und vom Feodor-Lynen Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung als auch vom Marie-Skłodowska-Curie-Fellowship der Europäischen Union unterstützt. An der Humboldt-Universität wird Dr. Schröder seine Arbeit an diesen Themen fortsetzen und dabei auch auf Ressourcen der IRIS Adlershof zurückgreifen. Zum Beispiel ist eine enge inhaltlich Zusammenarbeit mit der Nano-Optik Arbeitsgruppe von IRIS-Mitglied Prof. Oliver Benson beabsichtigt.

Das übergreifende wissenschaftliche Ziel des Projekts „Diamant-Nanophotonik für On-Chip Quantentechnologie“ ist die hybride Zusammenführung von Defektzentren in Diamant und integrierten nanophotonischen Strukturen in kompakte on-chip Module und die Demonstration von Verschränkungsoperationen zwischen diesen—ein entscheidender Schritt in Richtung Quanteninformationsverarbeitung basierend auf optisch aktiven Festkörpermaterialien. Defektzentren die mit hohen Raten skalierbar verschränkt werden, bilden die Grundlage zu Quantennetzwerken, die für entfernte Quantenkommunikation oder komplexes Quantencomputing genutzt werden können. IRIS Adlershof wüncht Herrn Schröder für das Erreichen dieser Ziele viel Erfolg und freut sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.

02.10.2018

Präsident der Universidade de São Paulo zu Besuch in Adlershof

Der Präsident der Universidade de São Paulo (USP), Herr Prof. Vahan Agopyan, sowie der ihn begleitende Vizepräsident für International Beziehungen der USP, Herr Prof. Raul Machado Neto, haben im Rahmen eines mehrtägigen Berlin-Aufenthaltes auch den naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) besucht, um sich über die hiesigen Studienbedingungen und Forschungsmöglichkeiten zu informieren.

Der Prodekan für Forschung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der HU und Mitglied von IRIS Adlershof, Prof. Jan Plefka sowie IRIS-Geschäftsführer Dr. Nikolai Puhlmann gaben einen Überblick über den naturwissenschaftlichen Campus der HU und über das Konzept und die Entwicklung von IRIS Adlershof. Dabei wurde auch detailliert auf den im Entstehen begriffenen IRIS-Forschungsbau eingegangen. Prof. Ulf Leser und Prof. Henning Meyerhenke vom Institut für Informatik informierten die Gäste über aktuelle Forschungsvorhaben ihres Instituts.

Das von HU und USP gemeinsam betriebene Internationale Graduiertenkolleg IGRT 1740 „Dynamical Phenomena in Complex Networks: Fundamentals and Applications“ wurde den Gästen vom Sprecher des Graduiertenkollegs, Herrn Prof. Jürgen Kurths (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und HU Berlin), detailliert vorgestellt. Zum Abschluss besichtigten die Gäste den Prototypen eines Cherenkov Teleskops, der im Rahmen des internationalen Großprojekts Cherenkov Telescope Array (CTA), an dem sowohl die HU als auch die USP beteiligt sind, am Standort Adlershof errichtet wurde. Prof. Thomas Lohse vom Institut für Physik der HU erläuterte die Funktionsweise des Teleskops und die wissenschaftlichen Schwerpunkte des CTA-Projekts.

Die Gäste aus São Paulo zeigten sich sehr interessiert und beeindruckt von den an der HU erzielten Forschungsergebnissen und lobten die vielfältigen Möglichkeiten, die der Wissenschaftsstandort Adlershof der naturwissenschaftlichen Spitzenforschung und der Ausbildung des internationalen wissenschaftlichen Nachwuchses bietet.

Die Universidade de São Paulo (USP) ist einer von drei strategischen Profilpartnern der Humboldt-Universität und wird in internationalen Hochschulrankings regelmäßig als eine der Spitzenuniversitäten des südamerikanischen Subkontinents geführt.

 

28.09.2018

Herausragende Berliner Wissenschaft: Sieben Exzellencluster für den Berliner Universitätsverbund

Sieben Exzellenzcluster in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder für den Berliner Universitätsverbund bewilligt. Mitglieder von IRIS Adlershof sind an folgenden Clustern als PIs beteiligt:

Matters of Activity: Image Space Material - Eine neue Kultur des Materialen (Prof. Jürgen P. Rabe, Prof. Matthias Staudacher)

MATH+  - Wie Berliner Mathematik die Zukunft gestaltet (Prof. Michael Hintermüller)

Unifying Systems in Catalysis (UniSysCat) - Katalyse-Netzwerke verstehen und nutzen lernen (Prof. Stefan Hecht, Prof. Christian Limberg)


Wir gratulieren den beteiligten Forscherinnen und Forschern herzlich und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit !

22.08.2018

Solarzellen und organische LEDs drucken - HZB & HU kooperieren

Humboldt-Universität zu Berlin und Helmholtz-Zentrum Berlin gründen gemeinsames Labor und Forschergruppe „Generative Fertigungsprozesse für Hybride Bauelemente“.
Solarzellen, LEDs und Detektoren aus organischen und hybriden Halbleitern lassen sich einfach drucken und dabei sogar mit winzigen Nanostrukturen versehen, die ihre Funktionen verbessern. Die Entwicklung von preiswerten Druckverfahren für elektronische und optoelektronische Bauteile steht im Mittelpunkt der neuen gemeinsamen Forschergruppe und des gemeinsamen Labors des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HU).

  
  Das aus einer Kupferlösung aufgedruckte HySPRINT-Logo (Helmholtz Innovation Lab) symbolisiert, wie sich dünnste Materialschichten kostengünstig herstellen lassen. Mögliche Anwendungen sind Solarzellen, organische LEDs und Transitoren.Herstellung und Foto: Humboldt-Universität Berlin/List-Kratochvil
 

In der neuen Forschergruppe kooperieren die HU-Arbeitsgruppe „Hybride Devices“ unter der Leitung von Prof. Dr. Emil List-Kratochvil, die HZB-Nachwuchsgruppe von Dr. Eva Unger, das Helmholtz Innovation Lab HySPRINT und das von Prof. Dr. Rutger Schlatmann geleitete Kompetenzzentrum Photovoltaik Berlin (PVcomB) miteinander. Die Partner bauen ein Joint Lab an der Humboldt-Universität zu Berlin auf, das den Forschenden die Anschaffung und Nutzung komplementärer Laborinfrastrukturen für verschiedene Beschichtungsverfahren ermöglicht.
Prof. Emil List-Kratochvil ist Leiter der HU-Arbeitsgruppe „Hybrid Devices“ am IRIS Adlershof und beschäftigt sich seit 15 Jahren mit der Entwicklung von elektronischen und optoelektronischen Hybridbauteilen, ressourceneffizienten Abscheidungstechniken (Inkjetdruck) und in-situ Nanostrukturierungs- und Syntheseverfahren. Diese Expertise ergänzt die Zielsetzungen der HZB-Nachwuchsgruppe um Dr. Eva Unger. Sie will lösungsbasierte Herstellungsverfahren entwickeln, um Perowskit-Halbleiterschichten für Solarzellen auf größeren Flächen abzuscheiden. „Die neue Forschergruppe mit Herrn List-Kratochvil ist für uns ein großer Gewinn. Durch seine Erfahrungen in gedruckten elektronischen Bauteilen ist er für uns ein idealer Kooperationspartner“, sagt Unger.
Ihrem Ziel, im Rahmen des Helmholtz Innovation Lab HySPRINT großflächige hybride Tandem-Solarmodule zu entwickeln, ist die Forscherin mit ihrem Team in den letzten Monaten schon näher gekommen. Nun ist das Upscaling der Prozesse der nächste notwendige Schritt, um die Marktreife der neuartigen Solarzellen voranzutreiben. Für die Entwicklung industriell relevanter Herstellungsverfahren ist das Kompetenzzentrum für Photovoltaik (PVcomB) der geeignete Partner. Die gemeinsame Forschergruppe strebt den Aufbau einer Pilotlinie an, um Prototypen von hybriden Bauelementen zu entwickeln.